Gründerinnen - Mehr Frauen in Gründung als jemals zuvor?

Immer mehr Frauen wagen den Schritt zur eigenen Gründung und sind dabei außerordentlich erfolgreich. Was braucht es außer einer Handvoll Mut, um erfolgreich in die eigene Selbstständigkeit zu starten? Warum gibt es weniger Gründerinnen als Gründer? Und was erschwert Frauen den Zugang zur eigenen Selbstständigkeit?

Inhaltsverzeichnis

Das Offensichtlichste vorweg, auch im Jahr 2023 sind Frauen häufig noch unterrepräsentiert in der Gründerszene. Zuletzt zeigte eine Studie der KfW, dass rund 38 Prozent der Neugründungen von Frauen getätigt werden. Bei den Start-Ups sieht es etwas schlechter aus, dort betrug vor 3 Jahren der Anteil der Frauen nur 12 Prozent. Dazu soll auch gesagt sein, dass es in der gesamten Gründungsszene einen durch die Pandemie verursachten Rückgang von 11 Prozent zu verbuchen gab.

Wir vom Sorglos Büro dürfen uns in die Statistik der Gründungen von Gründerinnen im Jahr 2020 mit einreihen. Der eigentliche Akt der Firmengründung beim Gewerbeamt, war dabei eigentlich der einfachste Schritt.

Die gute Nachricht - Frauen gründen seltener, aber erfolgreicher!

Deutsche Gründerinnen sind hoch gebildet, kompetent und können häufig auf jahrelange Berufserfahrung zurückgreifen. Die Covid Pandemie hat gezeigt, dass Gründerinnen anpassungsfähiger sind als Gründer. Im ersten Pandemie-Jahr haben wesentlich mehr Gründerinnen als Gründer ihre Geschäftsmodelle den neuen äußeren Gegebenheiten angepasst.

Wir konnten bisher im Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern feststellen, dass Frauen sich häufiger mehr Gedanken über die Details ihrer Geschäftsidee machen und wenn sie den Schritt wagen, dann auch mit einem größeren Durchhaltevermögen. Dies kann natürlich durch verschieden Aspekte begünstigt werden, wie z.B. die Gründung innerhalb der Elternzeit.

Warum gründen Frauen seltener als Männer?

Das auch noch heute verbreitete Bild von Gründern ist ein in die Jahre gekommenes männlich geprägtes Bild. Ein Unternehmer ist risikofreudig, hat eine gehörige Portion Durchsetzungsvermögen, keine Probleme mit Überstunden, stellt sich und sein Unternehmen vorn an und lässt zur Not auch Familie und Freunde mal links liegen. All diese Punkte sind mit unserem klassischen Bild einer Frau nicht oder nur schwer kompatibel. Noch immer ist in vielen Köpfen das Bild der Mutter die größte zu erfüllende Rolle einer Frau. Wie soll Frau mit dieser Erwartungshaltung gründen? Unsere Antwort: anders!

Frauen gründen anders als Männer

Frauen gründen seltener als Männer – Ja. Aber sie gründen auch anders. Vor allem investitionsstarke Gründungen werden hauptsächlich von Männern getätigt. Während Männer risikoreich oft auch vollberuflich in ihre Gründung starten, fangen Frauen eher nebenberuflich in der Selbstständigkeit an. Selbstverständlich gibt es auch die Frauen, die kein Risiko scheuen, Vollzeit in die Selbstständigkeit starten und alles auf eine Karte setzen. Der Großteil der Gründerinnen geht lieber auf Nummer sicher.

Frauen wollen mit ihrer Gründung vor allem selbstständig und unabhängig arbeiten. Bei Männern hingegen steht häufig eine finanzielle Verbesserung im Fokus.

Finanzierung als großes Hindernis

Gründerinnen wagen wesentlich seltener den Weg zur Bank, um nach einem Kredit zu fragen. Das mag auch daran liegen, dass Frauen durchschnittlich seltener ein Darlehen für die eigene Existenzgründung erhalten. Dem mag auch das veraltete Bild eines Unternehmers zugrunde liegen. Frauen besitzen in der Regel weniger Eigenkapital, bekommen aber auch weniger Kredite für eine Gründung. Und das obwohl Frauen besonnener und mit wesentlich mehr Struktur vorgehen. So behaupten sich Gründerinnen mit weniger Startkapital, egal ob Eigenkapital oder Fremdkapital, trotz all der Widrigkeiten am Markt.

Es ist an der Zeit, dass Gründerinnen dieses veraltete und völlig unrealistische Bild eines „Unternehmers“ durchbrechen und in ihre Selbstständigkeit investieren.

Frauen zweifeln häufiger an der Gründung

Ein weiterer Grund, warum Frauen weniger oft gründen als Männer, sind höchstwahrscheinlich auch die Selbstzweifel, die Frauen häufig plagen. Wo Männer zu häufiger Überschätzung ihrer Fähigkeiten neigen, verkaufen sich Frauen oftmals unter Wert. Der Gang zur Bank fällt ihnen schwer und es wird vermehrt zu Eigenkapital gegriffen, Familie und Freunde um Geld gebeten. Die Angst vor dem finanziellen Risiko führt auch dazu, dass Frauen von vornherein weniger Kapital für ihre Gründung einplanen. „Dream big“ ist bei vielen Gründenden leider immer noch nur das Motto der Herren. Das muss sich ändern. Wir vom Sorglos Büro wollen Gründerinnen in ihren Fähigkeiten bestärken, ihnen Mut zusprechen und sie fachlich kompetent unterstützen.

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Netzwerkarbeit als Selbstwertarbeit

Besonders wichtig für ein gesunden Selbstwert von Gründerinnen sehen wir in einem funktionierenden Gründerinnen Netzwerk. Gut vernetzte Gründerinnen können sich gegenseitig unterstützen, sich Mut zusprechen und gemeinsam reflektieren. Das steigert die Selbstwirksamkeit und das Selbstwertgefühl. So lassen sich auch Kompetenzen vereinen, man kann voneinander profitieren. Aber auch bei der Netzwerkarbeit zeigt sich, Frauen agieren hier anders als die männlichen Kollegen. „Frauen sind soziale Wesen“, wird uns nachgesagt. Doch das hat auch zur Folge, dass wir unser Netzwerk gern auf Augenhöhe nutzen und Verbindungen nur schwer zu unserem Vorteil nutzen. Schnell haben Gründerinnen das Gefühl, ihr Gegenüber auszunutzen, anstatt den Austausch von Kompetenzen in den Vordergrund zu setzen.

Dabei müssen sich Gründerinnen immer vor Augen halten, dass auch genutzte Netzwerke ihren Vorteil aus einer Zusammenarbeit ziehen. Vor allem im eigenen Umfeld lassen sich leicht Ressourcen mobilisieren und zu deinem Vorteil nutzen.

Mache dir bewusst, zu was für Ressourcen du jetzt schon einen einfachen Zugang hast. Frag in deinem schon bestehenden Netzwerk nach Hilfe, Tipps, Ideen, du wirst erstaunt sein.

Und wenn du dein Netzwerk erschöpft hast, oder dir der nötige Stups in die richtige Richtung fehlt, stehen wir mit dem Sorglos Büro dir mit Rat und Tat zur Seite. Lass uns gemeinsam deine Sorgen anpacken!

Hej, wir sind Kim & Jenni

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